Viele Fans des reinen Audiogenusses behaupten, dass MP3 Formate die Musik zerstören. Schon die Einführung der CD war für die Gegner der modernen Musiksysteme ein enormer Sündenfall für die Ohren. Die Musik klingt in ihren Hörorganen kalt und analytisch. Die Eliminierung von (für Menschen kaum oder nicht hörbare) Audiosignalen zur Datenreduktion, wie bei einer MP3, ist für sie ein absolutes No-Go. Das muss aber nicht zwingend an der MP3 liegen. Auch schlechte Abspielgeräte können der Grund für den schlechten Sound sein.
Insbesondere junge Leute legen oft weniger Wert auf eine gute Soundqualität. Während in den 80er Jahren die gute Stereoanlage mit möglichst großen Boxen als absolutes Must-Have galt, konsumiert die junge Generation von heute ihre Musik aus iPod Stationen und schwachen Kompaktanlagen. Die meisten Leute geben sich mit Gebrauchsmusik zufrieden. Nur die wenigsten investieren viel Geld in die Audioqualität. Aber betrachtet man die vielen Vorteile der MP3 Dateien, dürfen diese sicher nicht als Rückschritt bezeichnet werden.
Vergleicht man MP3 mit Kassetten aus vergangenen Tagen, kann man hier wohl nicht über eine schlechte Tonqualität sprechen. Der wahre Grund für die meist schlechte Audioqualität lässt sich wohl eher auf die Abspielgeräte, billige Ohrstöpsel oder schlecht aufbereitete MP3 schieben.
Wichtig für eine gute Klangqualität sind gute Boxen, am besten eignen sich hier Dockingstationen mit eigenem Digital-Analog-Wandler. Hört man die Musik direkt am MP3-Player, lohnen sich große auf den Ohren liegende Kopfhörer anstatt der kleinen mitgelieferten Stecker, die oft jegliche Bässe vermissen lassen und metallisch klingen. Die Produzenten haben sich den Wünschen der meisten Konsumenten natürlich längst angepasst und produzieren Musik für die kleinen Ohrstöpsel. Die Stücke werden auf maximale Lautstärke getrimmt, was auf Kosten der Dynamik geht. So kann es passieren, dass ganze Alben sogar verzerrt sind. Mit guten Boxen und den richtigen MP3-Dateien (verlustfreie Codecs) ist der ungetrübte Audiogenuss jedoch auch mit verlustbehafteten Audioformaten wie beim MP3-Format möglich.
Wie ihr MP3 verlustfrei bearbeiten könnt, lest ihr hier.
Und hier könnt ihr lernen, wie man gute von schlechten MP3 unterscheidet. Mit Hörbeispielen!



Moin,
ich danke für dein Vertrauen in meinen Sachverstand, und den Link zu mir. (Ich selbst würde mich nicht als Profi bezeichnen)
“Auch schlechte Abspielgeräte können der Grund für den schlechten Sound sein.”
Das bewahrheitet sich bei näherem hinhören immer mehr.
Nehmt eure USB Sticks und Pods mal mit, testet euch bekannte – astreine mp3s – auf verschiedenen Playern (soft oder hardware) es gibt tatsächlich, öfter als man denkt, deutlich hörbare Unterschiede!
Bei mir zB.: Das Autoradio mit kombiniertem mp3 Player.
Ich möchte keine Werbung machen, nenne den Track aber zur verfizierung: Back Like 8 Track – mit Durschnittlich 299kbps von Amazon hört sich dieser Track (der ohnehin sehr überladen ist), auf einem Grundig Autoradio mp3 Player furchtbar an.
Audacious mit einem Asus Soundedition Mainboard (onboard sound) lässt das gleiche Mp3 blitzsauber klingen.
Mit vernetzten Grüßen,
yt